Beispiel für den Ablauf einer
osteopathischen Behandlung



Nehmen wir die Diagnose "Rückenschmerzen":

Zuerst ist natürlich einmal zu klären, ob keine schweren Erkrankungen (wie z.B. Herzprobleme oder ein Bandscheibenvorfall,...) vorliegen. Möglich ist auch, dass die Schmerzen aus einer Fehlstellung der Wirbel, einem Problem mit der Muskulatur oder einer Knorpelabnützung resultieren.

Ein Osteopath berücksichtigt aber immer den ganzen Körper und denkt hier besonders auch an die "Versorgung" der Wirbelsäule. Sind die versorgenden Gefäße frei, damit Blut und Nährstoffe ungehindert zur Wirbelsäule hin und auch wieder von ihr weg fließen können?

Ist ein Nerv im Bereich der Wirbelkörper oder der Rippen abgedrückt und bereitet dies Probleme? Oder sind die Leber, der Magen oder die Aufhängung des Dickdarms in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt?

Vielleicht ist auch eine Niere nicht so beweglich, wie sie sein sollte, und verursacht dadurch Schmerzen am Rücken. Natürlich kann auch ein Problem der Rückenmarks- und Hirnhaut sich auf die Versorgung der Nerven mit Liquor (Nervenwasser) auswirken.

All diese Fragen und mehr stellt sich der Osteopath und gleicht sie immer wieder mit den Untersuchungsergebnissen der spürenden Hände ab. Diese "Kommunikation" mit dem Körper ist sehr wichtig, da so der beste Weg zur Heilung gefunden werden kann. Der Osteopath wählt dann die für den Patienten am Besten geeigneten Techniken aus, um die Versorgung zu gewährleisten und wird je nach Ursache des Problems etwa an der Wirbelsäule, den Rippen, der Leber, der Niere, usw. oder mit sehr sanften Techniken an der Rückenmarks- und Hirnhaut arbeiten.